Wie viel Konzentrat brauchen Sie wirklich? Die Mischungsverhältnis-Tabelle, Messmethoden und eine Empfehlung je nach Klimazone – damit Ihre Anlage sicher durch den Winter kommt.
Das Mischungsverhältnis von Konzentrat zu Wasser bestimmt direkt, bis zu welcher Temperatur die Solarflüssigkeit vor dem Einfrieren geschützt ist.
| Konzentrat-Anteil | Frostschutz bis | Empfehlung |
|---|---|---|
| 25% | -11°C | Nur milde Lagen, nicht für den deutschen Winter empfohlen |
| 30% | -14°C | Untere Grenze, nur mit Wetterschutz geeignet |
| 35% | -18°C | Für geschützte, wärmere Regionen |
| 40% | -22°C | Für die meisten deutschen Standorte geeignet |
| 45% | -26°C | Für höhere Lagen und exponierte Dächer |
| 50% | -32°C | Maximale Konzentration, empfohlene Obergrenze |
Über 50% Konzentrat wird nicht empfohlen: Die Wärmeübertragungsfähigkeit sinkt spürbar, während der zusätzliche Frostschutzgewinn gering ausfällt.
Der tatsächliche Frostschutz lässt sich nicht am Kanister ablesen, sondern muss in der Anlage selbst gemessen werden.
Misst den Brechungsindex einer Probe und zeigt den Frostschutzpunkt direkt an. Wichtig: Das Refraktometer muss für Propylenglykol skaliert sein – ein Modell für Ethylenglykol oder ein reines Brix-Refraktometer liefert falsche Werte. Genaueste und in der Praxis gängigste Methode, auch für Fachbetriebe.
Einfacher Schwimmkörper-Tester für den schnellen Check zwischendurch. Auch hier gilt: nur für Propylenglykol geeignete Modelle verwenden. Weniger präzise als ein Refraktometer, aber ausreichend für eine erste Einschätzung.
In den meisten Regionen Deutschlands reicht eine Konzentration von 40–45% (Frostschutz bis -22°C bis -26°C) aus. In besonders kalten Lagen oder auf exponierten Dächern empfiehlt sich die maximale Konzentration von 50% (-32°C).
Am zuverlässigsten mit einem Refraktometer, das speziell für Propylenglykol skaliert ist und den Brechungsindex misst, um daraus den Frostschutzpunkt anzuzeigen. Ein Refraktometer für Ethylenglykol oder ein reines Brix-Refraktometer liefert falsche Werte. Einfache Frostschutzprüfer mit Schwimmkörpern sind eine günstigere, aber weniger präzise Alternative.
Bei Frost kann die Flüssigkeit in den Leitungen und im Kollektor gefrieren. Das ausdehnende Eis kann Rohre, Verschraubungen und den Kollektor beschädigen und zu teuren Folgeschäden führen.
Nein, das wird nicht empfohlen. Über 50% Konzentrat verschlechtert sich die Wärmeübertragungsfähigkeit der Flüssigkeit spürbar, und der zusätzliche Frostschutzgewinn ist gering. 50% (-32°C) ist die empfohlene Obergrenze.
Mindestens einmal jährlich, idealerweise vor Beginn der kalten Jahreszeit. Bei Auffälligkeiten (Farbe, Geruch, pH-Wert) sollte zusätzlich geprüft werden.
Diese Themen bauen direkt auf dem Frostschutz-Grundwissen auf.